Von Bettina Metz und Jörn Heller (Fotos Ralf Hermle)
In der Bauausschusssitzung am 14.9. lehnt u.a. der UWG-Marktgemeinderat Paul Kuhnert einen Antrag ab, der dem Kindergarten St. Margarita ermöglicht hätte zusätzliche Räume zur Kinderbetreuung zu nutzen. Die Leiterin der Kita Elli Pruss fällt aus allen Wolken. Was auf den ersten Blick befremdlich wirkt ist jedoch eine korrekte Entscheidung und kann durch persönliches Engagement, Fachwissen und Kreativität im Rahmen der Brandschutzbestimmungen zum Wohle aller gelöst werden. Dabei erneut im Mittelpunkt: Brandamtsrat Paul Kuhnert von der UWG.

Gemeinsam für Kinder und Brandschutz

Im Kindergarten St. Margarita werden Räume in Keller und Dachgeschoss als Werk- und Ruheräume genutzt. Im Brandschutzgutachten von 1992 ist die Nutzung noch als Material- und Lagerräume beschrieben. Neben der Aktualisierung des Brandschutzgutachtens steht die Anpassung der Fluchtwegsituation nach aktuellen Richtlinien an.

Sicherheit geht vor

Paul Kuhnert
Paul Kuhnert

Im Bauausschuss kamen verschiedene Zahlen zur Sprache: ein Kellerfenster sollte auf 1 m × 60 cm vergrößert werden, was den aktuellen Brandschutz-Vorschriften entspricht. Im Antrag, über den es abzustimmen galt war aber zu lesen, dass nur eine Vergrößerung auf 85 cm × 60 cm geplant sei. Feuerwehrmann im gehobenen feuerwehrtechnischen Dienst der Berufsfeuerwehr Augsburg und 1. Vereinsvorstand der Freiwilligen Feuerwehr Mering, Paul Kuhnert (UWG) war nicht bereit, dem Antrag zuzustimmen, so lange die Zahlen nicht den Brandschutzvorschriften entsprächen. Eine Frage der Sicherheit für unsere Kindergartenkinder! Mit ihm stimmten insgesamt 6 weitere Bauausschussmitglieder verschiedener Fraktionen gegen den Antrag (gegenüber 5 Dafür-Stimmen aus der CSU).

Unverständnis im Kindergarten

Die Enttäuschung bei Kindergarten-Leiterin Elli Pruss und ihrem Team war groß! Der Entspannungsraum und der beliebte Töpferkeller sollten ab sofort nicht mehr genutzt werden dürfen? Und das obwohl Marktbauamtsleiter Lichtenstern und Bürgermeister Mayer bei der Ortsbegehung kein rechtliches Problem gesehen hatten!? Das war nur schwer zu verstehen.

Neue Ideen für den Kindergarten St. Margarita

Zum Glück blieben Unverständnis und Enttäuschung aber nicht ungehört! Paul Kuhnert wollte seine Entscheidung für die Sicherheit der Kinder erklären und trat in Kontakt mit Frau Pruss. Er erläuterte die Problematik der falschen Zahlen. Schließlich bot er an, selbst zu einem Ortstermin zu kommen, um sich als Spezialist ein Bild von der Lage zu machen.

Zum Ortstermin kamen neben Paul Kuhnert (UWG) auch erneut Herr Lichtenstern und Bürgermeister Mayer. Und das Treffen lohnte sich! Denn Paul Kuhnert hatte die zündende Idee: Ein einfacher Raum-Tausch kann das Problem unkompliziert und günstiger lösen! Im aktuellen Lagerraum sind die Bedingungen zur Schaffung eines Fluchtwegs wesentlich günstiger als im benachbarten Werkraum. Der Einbau von Heizkörpern ist zusätzlich notwendig, um den Raum künftig zum Töpfern zu nutzen. Jedoch ist der Umbau des Keller-Ausstiegs wesentlich einfacher und damit kostengünstiger als im Nachbarraum.

Doch nicht nur diese Idee schafft neue Perspektiven für die Kindergartenkinder. Paul Kuhnert schlug vor, die Umwidmung der Raumnutzung im Obergeschoss in Form eines Eilantrags an den Landkreis zu richten. Schließlich sei derzeit aufgrund der Corona-Pandemie jede Entzerrung größerer Gruppen sinnvoll! Dem Brandschutz werden die Räume dort gerecht. Eine einfache Änderung der festgelegten Nutzung macht den Weg für Igelzimmer und Wolkentraumland wieder frei!

Ziele setzen, Fakten sammeln, Handeln statt reden

Auch wenn Paul Kuhnert in der Sitzung gegen die Vorlage stimmen musste, um die Brandschutzauflagen zu beachten, ließ er den Kindergarten nicht im Regen stehen. Vielmehr machte er sich ein Bild der Lage und trug schließlich maßgeblich zu einer guten, zeitnahen und kostengünstigeren Lösung bei. Die Kinder können wieder ihre beliebten Entspannungsräume nutzen und bald auch wieder im Keller töpfern!

Unsere Meinung

Ein gelungenes Beispiel für Politik, die sich am Bürger orientiert. Maßvoll und mit persönlichem Einsatz zeigt Paul Kuhnert, wie mit Fachwissen, Kreativität und Engagement etwas zum Positiven gedreht werden kann ohne dabei faule Kompromisse eingehen zu müssen.
Wir danken unserem Marktgemeinderat Paul Kuhnert für sein Engagement!


3 Kommentare

Brunhilde Stößlein · 12. Oktober 2020 um 16:53

Ein super Artikel!! Kommt noch was in die Zeitung damit die Meringer das auch lesen können die weder Facebook nutzen noch die Webseite kennen? Toll dass Paul seine fachliche Kompetenz zum Wohle der Kindergartenkinder beweisen konnte!

Ute · 12. Oktober 2020 um 19:37

Da jetzt also das “innere” des Kindergartens geklärt ist, könnte sich ja jemand um das “äussere” kümmern. Als UWG scheint ihr ja endlich aktiv Dinge in Mering anzugehen. Danke dafür!
Seit Jahren löst sich die obeste Schicht der Beschichtung des Daches ab. Fetzen von blauem Plastik verteilen sich in der Umgebung. In den Gärten der Nachbarschaft sammelt sich eine größe Menge von diesem “Zeug” wird immer kleinteiliger und dringt nicht nur in die Erde, Beete, Spielplätze usw. ein sondern immerwieder auch in die Wohnungen. Aus unserem Garten habe ich schon ettliche Tüten dieser Plastikfetzen aufgesammelt, Nachbarn ebenso.
Wen auch immer man anspricht, der schwarze Peter (nicht rassistisch gemeint!) wird von einem zum anderen geschoben. Weder Kirche noch Gemeinde fühlen sich zuständig, man wird von einem zum anderen weitergereicht, blöde und saublöde Komentare inklusive. Einzig Florian Mayer hat sich einmal um eine Säuberung des Daches gekümmert.
Als das Dach des Kindergartens “Farbklekse” montiert wurde (baugleich) hab ich die Spengler um ihre Meinung zum Dach von St. Margarita gefragt, auch um eine Expertenmeinung und evtl Lösung als Vorschlag für die Gemeinde zu bekommen, da die schon seit Jahren unfähig ist, eine Lösung zu finden. Geerntet habe ich großes Gelächter, ja, da ist wohl etwas schief gelaufen… sowas haben sie noch nie gesehen… wenn da nicht bald etwas geschiet, muß das ganze Dach runter… sagten sie.
Was sich hier eigentlich abspielt ist ein Umweltskandal im Wissen der Gemeinde, eine Zumutung für die Nachbarn und wer weiss was das für die Kindergartenkinder bedeutet in diesen Plastikfetzen immer wieder zu spielen, das Material ist ja auch nicht aus getrockneten Heidelbeeren, wer weiss wie viel Giftstoffe darin stecken…
Vielleicht gibt es ja hier jemanden der sich aktiv um eine Lösung bemüht. Das wäre schon großartig!!!
Wie schon im oben stehenden Artikel genannt, braucht es eben Engagement und Einsatz um Dinge anzugehen und die langjährigen Kompromisse und Verschleierungen endlich aufzudecken und zu beheben. Vielen Dank fürs lesen.
Mit freundlichen Grüßen
Ute Kulzinger

    Bettina Metz · 13. Oktober 2020 um 20:38

    Liebe Frau Kulzinger!
    Vielen Dank für Ihren Kommentar! Er motiviert zum “dran bleiben”.

    Danke auch, dass Sie uns auf das Problem bezüglich des Kindergarten-Dachs aufmerksam gemacht haben. Wir bemühen uns um aktive Lösungsfindung!

    Ihr Redaktionsteam

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